Generalversammlung der Frontenhausener Eishackler mit Saisonrückblick

Ein äußerst unterhaltsamer Rückblick auf die sportliche und gesellschaftliche Saison 2007/2008 war Schwerpunkt der kürzlich stattgefundenen Generalversammlung.

Coach Gleixner begrüßte hierzu besonders Marktrat Sepp Plötz, seines Zeichens bester Schlittschuhschleifer Südostbayerns und gleichzeitig technischer Background der Mannschaft. Des Weiteren den frisch gebackenen 100er Scorer Philipp Gleixner sowie die anwesenden Spielerfrauen deren Verständnis für die Passion ihrer Männer er besonders hervorhob.

Bevor der Coach seinen Rück- und Vorblick startete wurde zunächst die von Tom Giritzer für alle leicht verständlich präsentierte Kassenführung als glänzend befunden und von der Versammlung einstimmig entlastet.

Mitlerweile kann der junge Verein bereits 62 Mitglieder verzeichnen wobei 34 aktiv am Spielbetrieb teilnehmen.

Zur Saisonvorbereitung bestreiten die Devilsspieler seit 1997 jährlich ein dreitägiges schweißtreibendes Trainingslager.

In den ersten beiden Jahre begab man sich dazu ins Bundesleistungszentrum nach Füssen und fortan ins benachbarte Tschechien an so namhafte Eishockeyorte wie Rockycany(2), Sokolov, Susice, Klattau, Pribram und Cheb.

Organisiert durch den Coach suchte man zum Jubiläum erneut die grenznah gelegene Stadt Cheb auf. Mit der tollen Eishalle, den geräumigen Kabinen, dem nah gelegenen Hotel sowie dem tschechischen Trainer Vladi Bouzeck, hat man hier die besten Voraussetzungen ein anstrengendes Trainingswochenende zu verbringen. 25 Spieler bedeuteten dabei Teilnehmerrekord und belegen gleichzeitig den Stellenwert, den diese Sportart und der noch junge Verein mittlerweile hat.

Wie in den letzten Jahren üblich, wurde nach jeder der vier Trainingseinheiten der Generationenkampf Young Devils gegen die Original Devils ausgetragen. Bisher konnten sich die „Alten“ noch durchsetzen, oder wie im Vorjahr ein Pat in den vier ausgetragenen Partien erreichen.

Auch dieses Mal waren die Vorzeichen gut für die Oldies; fehlte den Jungen doch ihr Ausnahmestürmer Andy „Rocket“ Vilsmaier.

Das Freitagsspiel konnten die Young Devils durch das Entscheidungstor von Mathias Plötz knapp mit 3:2 für sich entscheiden. Vielleicht durch den ausgiebigen Siegesjubel kam am Samstagmorgen die Revanche der „Alten“, die mit dem gleichen Ergebnis als Sieger vom Eis gingen.

Wieder regeneriert fertigten die Jungen am Samstagabend nach einer sehr schwachen Leistung die Oldies glatt mit 5:1 ab.

So konnten am Sonntagmorgen diese nur noch ausgleichen. Mit diesem erklärten Ziel setzten sie alles auf eine Karte, holten nochmals alles aus sich heraus und wären beinahe mit dem Sieg belohnt worden. Jedoch machte ausgerechnet Philipp Gleixner, der Sohn des Coaches, ihnen einen Strich durch die Rechnung. Eine 2:1 Führung der „Originals“ bis 90 Sekunden vor Spielende glich er zunächst aus und bereitete mit dem Schlusspfiff dann das alles entscheidende Siegtor mustergültig so vor, dass sein Mitspieler „Weisse“ die Scheibe nur noch über die Linie befördern brauchte.

Unglaubliche Jubelszenen gab es danach auf der einen, und tiefe Enttäuschung auf der anderen Seite.

Die große Frage bleibt: Ist nunmehr der Generationswechsel vollzogen oder können die Alten in den nächsten Jahren nochmals zurückschlagen?

Die Entscheidung wird dabei an historischer Stätte im Mutterland des Eishockey fallen. 2009 erfüllt sich dann

der lang gehegte Traum der Nightdevils und sie fliegen nach Kanada ins Land der Eishockeylegenden um im fernen Toronto, auf „heiligem“ Eishockeyboden den ewigen Kampf „Alt“ gegen „Jung“ fortzuführen.

 

Durch die Intensität der internen Trainingsspiele wurde der übergeordnete Spielbetrieb auf nur noch sechs Spiele zurückgefahren wobei es hierbei zwei Siege ein Remis sowie drei Niederlagen zu verzeichnen gab. Mit einem 12 :1 gegen die Razorbacks aus Burgkirchen konnte dabei der höchste Sieg der Vereinsgeschichte gelandet werden. Als Ausgleich zu den wenigen Spielen konnte man aber an drei Pokalturnieren in Passau, Waldkirchen und Augsburg teilnehmen.

In der Black Hawks Arena in Passau schnitt man dabei wieder hervorragend ab und belegte unter 5 Mannschaften etwas unglücklich den zweiten Rang.

Gut lief es auch in Waldkirchen, wo man unter sechs Teams sich nur einer glänzenden tschechischen AH-Mannschaft mit einer einzigen aber dafür umso deftiger ausfallenden Niederlage beugen musste und den dritten Rang belegte. In Augsburg kam es im Freiluftoval zu einer Regenschlacht die kein vernünftiges Eishockey zuließ, wenig Spass und ein 3. Rang unter vier Teams war hierbei das frustige Resüme`.

Neben dem sportlichen Rückblick war Höhepunkt der Generalversammlung aber das durch den Coach produzierte und mittels Beamer vorgetragene professionelle Video über den bevorstehenden Kanadatrip im Februar 2009. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits auf Hochtouren und können ebenso wie das Video auf der Devils Homepage „Nightdevils.de“ online verfolgt werden.

Die aktiven Spieler bedankten sich zum Schluss bei den drei Hauptsäulen des Vereins und bei Karl Plötz, der die undankbare Aufgabe der Trainingsmannschaftsaufstellung inne hat, mit je einer Sitzplatzkarte für ein Playoffspiel der Cannibals.

Devilsspezifisch geht es nahtlos in die neu Saison. Bereits in der ersten Maiwoche begeben sich die Bikedevils mit zehn Teilnehmern ins Radtrainingslager auf Mallorca. Dabei gilt es in einer Hardcore „5555er“ Aktion 5000 Höhenmeter auf 500 km verteilt mit 50 Getränken an 5 Tagen zu bewältigen. Im Weiteren stehen dann noch die Teilnahme am Frontenhausener Vereinsstockturnier, RFL-Langstreckenradfahrten, der Arberradmarathon, diverse Frühjahrsski- und mit dem „Radl zum und dann zu Fuß auf den Berg“ Touren sowie die monatlichen Biergartentreffen auf dem Programm. Gesellschaftlicher Höhepunkt wird das große Sommerfest bei Fischerkönig Tom Huber.

 

 

Fotos von der Saison:

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Untertitel: Gruppenfoto vom Trainingslager, die „Originals“ in Gelb und die „Young“ Devils in Schwarz

 

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Untertitel: Glückliche Bike Devils in Mallorca

 

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Untertitel: Mit dieser Aufstellung fast unschlagbare Hobbymannschaft