Schwabentopf und Böhmische Knödel – Nightdevils on Tour

Das intensive Sommerprogramm u.a. mit den Trainingslagern auf Mallorca und am Gardasee wirkte sich sehr positiv auf die Frontenhausener Eishackler aus. Nach lediglich fünf Trainingseinheiten konnte man deshalb gegen die Rottal Canarians mit einem 4 : 3 Sieg in die neue Saison starten. Die hervorragende Abwehrarbeit durch Philipp Gleixner, Franz Geltinger, Walter Simmel und Martin Dinzl sowie die Rettungsaktionen von Goalie „Hüfte“ Tom Giritzer waren die Grundlage für den mit Toren von Josef und Karl Plötz, Thomas Huber sowie Franz Gleixner erkämpften Erfolg.

Mit entsprechendem Selbstbewusstsein fuhr man dann wenige Tage später ins Schwabenland zum Einladungsturnier der Black Panther Onliners in die Augsburger DEL-Arena.

Sturmführer und Coach Franz Gleixner steckte in Mexiko fest und mit seinem Filius fehlte zudem der Spielmacher. Trotzdem scheiterte der mögliche Turniersieg beim Schtänläcup lediglich an der obligatorisch mageren Chancenverwertung.

Von 19.00 – 23.00 Uhr standen dabei drei Spiele auf dem Programm.

Je ein 2 : 1 Sieg gegen den Gastgeber und die UPM Augsburg Griffins sowie ein 1:1 gegen die Bavarian Slapshots durch Tore von Mike Kluge (2), Stefan Rossek (2) sowie Rupert Beisl bedeuteten den zweiten Platz punktgleich mit dem Ersten.

Nach einem schönen Turnier und einer langen Nacht machten bei Schwabentopf und Siegersekt die Nightdevils dem ersten Teil ihres Namens wieder alle Ehre.

Eine Woche später bereits begab sich der Devilstross nach Cheb (Egger) ins Trainingslager.

26 der 28 Aktiven beteiligten sich daran und wurden nach drei Stunden Fahrzeit durch Ex-Profi und Trainer Vladi Bouzeck vor dem Hotel Slavie empfangen. Nach Quartierbezug und Hinweisen auf örtliche Milieuprobleme begann dieser sofort die Hohe Schule des tschechischen Eishockeysport zu vermitteln. Bei vier Eiszeiten a´ 95 Minuten im Zeitraum von 39 Stunden mussten so manche Teilnehmer an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gehen. Jeweils einer Stunde Technik und Kondition folgte wie immer das leidenschaftliche Duell Alt gegen Jung. Nach dem ersten sicher gewonnen Spiel der vor Ehrgeiz brennenden Nachwuchscracks glaubte man der Generationenwechsel sei vollzogen. Regeneriert mit Böhmischen Knödeln und hervorragendem Bier legten die Oldies einen Gang zu und erzwangen in Runde 2 ein hoch verdientes 2 : 2. Während der Nachwuchs etwas nachließ bewiesen die „alten Nachtteufel“ beim souveränen und entscheidenden 3 : 0 im 3. Durchgang dass ältere Muskeln nicht mehr so explosiv dafür aber um so zäher sind. Im Abschlusstraining gab´s noch ein gemischtes Trainingsspielchen um die letzten Kraftreserven aufzubrauchen. Bestens organisiert durch Franz Gleixner, Tom Giritzer und Marktrat Sepp Plötz war man mit dem Walter-Simmel-Werkstransporter bereits nach 48 Stunden schon wieder in heimischen Gefilden.

 

 Erschienen November 2006